Köln

Unter den deutschen Großstädten ist Köln die älteste. Ihr Name geht zurück auf die Römer, die ihre "Colonia" 50 n. Chr. zur Stadt erhoben.
Der kaiserliche Statthalter Roms residierte hier, und die Stadt entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Handels- und Produktionszentren des Imperiums nördlich der Alpen. Schon in der Spätantike brachten die Römer das Christentum nach Köln, das Bischofssitz wurde.

Ansicht von Köln bei Nacht

Nach den Wirren der Übergangszeit, in der die Stadt unter fränkische Herrschaft geriet, gründete Karl der Große 785 das Erzbistum Köln. Der Kölner Erzbischof, einer der mächtigsten Feudalherren im Heiligen Römischen Reich, wurde Kanzler für Italien (11. Jhd.) und Kurfürst (14. Jhd.). Die Stadt erlebte im Mittelalter eine neue Blütezeit: Etwa vom 12. bis 15. Jahrhundert war sie die bevölkerungsreichste und eine der wohlhabendsten Städte im deutschen Sprachraum.

Seit dem Jahre 1288, ihrem militärischen Sieg über den Erzbischof und Stadtherrn, hatten die Bürger Kölns die politische und wirtschaftliche Macht in die eigenen Hände genommen, auch wenn Kölns Status als Freie Reichsstadt de jure erst 1475 bestätigt wurde. Die Bürgerschaft gründete 1388 die erste städtische Universität.

Köln spielte früh eine wichtige Rolle als Vorort der Hanse und als Messezentrum. Kölns einzigartige Kirchen, die Reste seiner Stadtbefestigung und zahlreiche Bürgerbauten (Rathaus, Gürzenich, Overstolzenhaus u. a. m.) künden ebenso wie hier geschaffene Kunstwerke noch heute vom Reichtum und von der Frömmigkeit des "Hilligen Köln".

Nach der Entdeckung der Neuen Welt, der Einführung neuer Wirtschaftsformen und Handelswege sowie dem Aufkommen der Nationalstaaten in Europa folgte für Köln ein wirtschaftlicher Niedergang bis ins 19. Jahrhundert. Auch die politische Macht verfiel: 1794 wurde Köln von französischen Revolutionstruppen besetzt, 1815 Teil des Königreiches Preußen.

Mit der industriellen Revolution, deren Chancen die Stadt früh erkannte und nutzte, mit den stufenweisen Eingemeindungen großer Teile des Umlandes, mit umsichtiger kommunaler Politik gegenüber Preußen und später dem Deutschen Reich, begünstigt von der neu erwachten nationalen Begeisterung für Kölns mittelalterliche Vergangenheit, begann ein neuer, immenser Aufschwung für die Stadt, der bis heute fortdauert - trotz der verheerenden Folgen zweier Weltkriege.

Köln heute

So präsentiert sich Köln heute, mit dem Erbe seiner alten und wechselvollen Geschichte, als

  • eine Kunst- und Messestadt von Weltrang
  • ein Verkehrs- und Wirtschaftszentrum Westeuropas

und, last but not least: eine vitale, liebenswürdige Stadt, in der große Vergangenheit und Gegenwart, Wirtschaft und Kultur eine faszinierende Verbindung eingehen und in der die Menschen - nicht nur im berühmten Karneval -- gern lachen und leben und auch ihre Mitmenschen leben lassen. Es kann daher kaum verwundern, daß die Stadt immer mehr Besucher anzieht: Der Kölner Dom ist das meistbesuchte Bauwerk Deutschlands.
Der alte Römer-Spruch bewahrheitet sich neu:

Wer Köln nicht gesehen hat, hat Deutschland nicht gesehen.

Denn es gibt unglaublich viel zu sehen in Köln.

Weitere Informationen erhalten Sie über www.koeln.de und
www.stadt-koeln.de